Archiv

bonne année et séminaire intermédiaire

Es ist zwar schon lange her, aber trotzdem wünsche ich euch noch ein frohes neues Jahr ! In den Weihnachtsferien bin ich nach Douala gefahren, um meine Mutter vom Flughafen abzuholen. Eigentlich hatten wir vor Weihnachtenin Ndoungué zu verbringen, aber es kam etwas dazwischen. In Ndoungué angekommen, war meine Mutter erstmal baff unter welchen Bedingungen ich lebe und uns wurde erzählt, dass in der Nachbarschaft gestohlen wurde und überfâlle stattgefunden hatten. In der Weihnachtszeit wird halt mehr als sonst gestohlen...Als wir das aber hörten haben wir uns dazu entschlossen in Nkongsamba zu bleiben. Ich habe mich riesig über eure Geschenke und die Weihnachtsplätzchen gefreut !

Heilig abend war zwar anders als im kalten Deutschland, aber sehr schön. Am 27/12 sind wr dann nach Limbe ans Meer gefahren. Limba liegt am Fusse des Mount Cameroon und in der anglophonen Südwestprovinz. Als der Mt. C. das letzte Mal ausgebrochen ist, ist die Lava bis an die Küste gelaufen und man kann heute auf ihr herumspazieren. meine Mutter und ich waren dafür aber zu faul und haben es uns lieber am vulkanischen Sandstrand gut gehen lassen . Und ich bin siet 4 Monaten das erste mal wieder geschwommen!!! das war sooooooo geil und dazu im badewannenwarmen Atlantik!

Wir sind auch mal im Botanischen Garten, sehr schön, aufm markt usw gewesen... zufälligerweise habe ich Felix, einen Freiwilligen aus Dschang und eine Freundin, Christina, am Strand (Mile 11) getroffen.Das war echt witzig. Leider sind sie schon am 31.12 zurück gefahren. Meine Mutter und ich haben Silvester im Hotel am Strand und unter Palmen gefeiert. eigentlich wollten wir das Hiotel wechseln, weil wir nicht am obligatorischen "Galadinner" teilnhemen wollten, aber die anderen Hotels haben teureres oder nichts angeboten. Also doch das galadinner, was sich total gelohnt hat. Es war super lecker, viel zu trinken und ein paar kamerunische Popstars sind aufgetreten.

Am 1/01 ist meine Mutter abgeflogen und ich bin wieder zurück nach Ndoungué gefahren. Seit dem schlafe ich nicht mehr alleine im haus. Eine Nachbrain hat mir angebioten, dass ihr Tocher, Gisele, bei mir schlafen kann. Sie ist 14 und eine Infoschülerin von mir. Habe essofort angenommen und es klappt echt gut. sie kommt abends und verlâsst gegen halb 7 das haus. 

Der Januar ging schnell rum. Klausuren wurden geschrieben und ich habe nur noch auf Zwischenseminar mit den Brot-für-die-Welt-Freiwilligen gefreut. Bin Ende Januar nach Bamenda, anglophone Nordwestprovinz gefahren. Caro, Lina, Neele und Sarah heissen die 4 super netten Mädels, die mich gleich aufgenommen haben. das Seminar lief richtig gut und ich konnte endlich über meine Probleme sprechen. Mir ist richtig deutlich geworden, dass ich sehr einsam gewesen bin und dadurch die Wochemit den Mädels richtig genossen habe. Ich habe mit dem Gedanken gespielt die Schule zu verlassen, weil die Gewalt zu ertragen nicht leicht ist. Das Problem ist, dass ich niemanden in Ndoungué habe, der mich versteht. ich brauche eine/n "Weissen", hört sich echt blöd an, ist aber so. Klar rede ich mit Kamerunern darüber, aber sie können nicht verstehen, dass mit die Gewalt in Schule und Familie sehr nahe geht. Für sie ist es ganz normal. Dazu kommt, dass ich einen Arbeitsplatz ersetze, was nach den Richtlinien eigentlich verboten ist? dadruch wird von mir erwartet, dass ich mich wie alle anderen lehrer verhalte und unterrichte? In Bamenda ist mir klar geworden, dass ich zu viel Verantwortung habe und ich "nur" eine Freiwillige bin, von der man das nicht erwarten kann. Ich habe mit einigen vom schulpersonal darüber gesprochen, die bis dahin dachten, dass ich für drei Jahre bleibe und eine Lhererin bin. Naja, da sieht man mal, wie gut sie sich um mich kümmern und interesseirt sind...

Eins ist sicher: ich ziehe von Ndoungué weg! Ich unterrichte weiterhin, sind noch knapp 3 Monate Unterricht, aber kann meine Erlebnisse nicht immer für mich behalten und verdrängen. Sonst besteht die gefahr, dass ich zurückkomme und euch nur schlechte Dinge vom eigentlich wunderschönen Kamerun erzâhle! das will ich UNBEDINGT vermeiden und das ist ja auch nicht der Sinn dieses Jahres!

Nächstes We fahre ich mit Caro, Lina, Neele und Sarah nach Yaoundé zur deutschen Botschaft, müsste mich mal so langsam melden . Wir sehen uns bestimmt ein bisschen die Stadt an und treffen Ameriker. Es gibt hier viele Peaceècorps-Volunteers und zu denn will ich auch noch Kontakt aufnehmen. Leider ist Nkongsamba ein ziemlich "freiwilligenloser" Fleck...

Ansonsten geht es mir gut . Hoffe, dass ich euch nicht allzu schockiert habe. Schicke euch gaaaaaaaaaaaaaaanz viele sonnig heisse Grüsse, seit umarmt,

eure Lisa

 

 

 

6.2.09 16:45, kommentieren