Bonjour ihr Lieben.

einige haben diesen Eintrag als email bekommen. aber egal. ich sitze hier gerade im Internetcafe. dass fast rund um die Uhr geoeffnet hat und lerne mich zu gedulden. Ohne Geduld und auf die Schnelle laeuft hier garnichts. Wenn es regnet. was in der Regenzeit eigentlich jeden Tag der Fall ist. kann es sein. dass man nicht ins Internet kommt.Aber es gibt immerhin die Moeglichkeit.
Mir geht es hier gut. Ich bin noch am Eingewoehnen. aber ich lerne immer mehr dazu. Am naechsten Montag beginne ich mit dem Unterricht und bin bis dahin eigentlich jeden Tag bis 15 Uhr in der Augenklinik von Elisabeth und schaue mir vieles an. Ich kann schon Augentests durchfuehren. Um drei bin ich unter der Woche dann meistens zu Hause und wasche waesche. gehe ins Intenetcafe oder einkaufen usw...Wenn es dunkel wird. so gegen 18:30 Uhr gehe ich meistens nicht ohne Begleitung aus dem Haus. weil man ueberfallen werden kann. Gestern war ich in 2 katholischen Gemeinden zum Gottesdienst. Der erste anglophone Gottesdienst ging fast 3 Stunden lang. weil ein neuer Pfarrer vorgestellt wurde. Hier ist Kirche etws ganz anderes. Alle tanzen waehrend sie singen. sogar die Pfarrer und Messdiener. was dadurch bedingt wird. dass es keine Orgel gibt. sondern Trommeln usw...Den zweiten Gottesdienst habe ich mit Stefanie. der anderen deutschen hier in Nkongsamba. besucht. Er war nicht so feierlich und auf franzoesisch. also habe ich nichts verstanden.
Das Franzoesisch hier verstehe ich kaum. das Englisch besser. weil ich einfqch besser Englisch spreche. Da in der Klinik alle Englisch sprechen. uebe ich Franzoesisch auch nicht viel. In einer Woche wird sich das aber aendern. Es gibt hier auch Pidgen oder so. das ist eine Mischung aus allem und ist wirklich nicht zu verstehen.

Am Wochenende bin ich mit Stefanie; ihrem Chef und noch einem Freund zu den Wasserfaellen von Ekonkam gefahren Sehr abenteuerlich. weil die Strecke eigentlich nur mit einen vierradantrieb passierbbar ist. Wenn es regnet. kann man sie nicht befahren. Wir hatten Glueck. dass es nicht geregnet hat. als wir unterwegs waren. Dort haben wir eine Belgierin undn einen Belgier getroffen. die Medizin studieren und hier freiwillig 3 Wochen gearbeitet haben und dann rumgereist sind. Wir sind dann zu 6 zurueck gefahren. Ich weiss nicht. wie die Autos das hier aushalten. Ein beliebtes Fortbewegungsmittel ist das Motorrad. weil es auch bei Regen ueberall passieren kann. Die Strassen sind hier sehr schlecht.

Wir haben dann noch eine Chefferie besucht. Ein Haeuptling lebt dort mit seinen Frauen und Kindern und Betratern usw...Der hat 10 Frauen und weiss nicht wieviele Kinder. Vermutlich um die 200. Er hat mich gefragt. ob ich nicht mal vorbeikommen will. weil ich ein Jahr hier bin. Ich habe dankend abgelehnt .

Polygamie ist hier weit verbreitet. Ein Mann darf offiziell 4 Frauen heiraten. Stefanies Chef. der Behinderte betreut  hat 80 Geschwister. weil sein Vater 9 Frauen hat. An solche hier Selbstverstaendlichkeiten muss man sich erstmal gewoehnen.

Die Leute sind sehr aufgeschlossen. herzlich und laden einen oft ein. Wir werden bald mal das kamerunische Nachtleben in Nkongsamba kennelernen. Bin mal gespannt. was auf mich zukommt.

Das Essen ist sehr gut. Es gibt viele Fruechte wie Papaya. Ananas. Bananen usw...billig zu kaufen und sonst eigentlich auch fast alles. Ich habe schon einige einheimische Gerichte probiert. Besonders gut sind Kochbananen und Suesskartoffeln. Hier isst man auch viele Erdnuesse und benutzt viele Gewuerze. Mir fehlt eigentlich nur Muesli. Milch und Schokolade. Man kann Schokolade kaufen. aber teuer. Ich lerne hier richtig zu kochen.

Man geht hier frueh ins Bett und steht  mit der Sonne auf. Ich wache meistens mit dem ersten Hahnschrei und Vogelgezwitscher auf. gegen halb sieben. Bald werde ich mehr vom Land sehen und erkunden.

Sport habe ich bisher nicht gemacht. weil es keine Moeglichkeit gab. Vielleicht in der Schule. Frauen machen hier in der Regel keinen Sport und es ist nicht gut angesehen. wenn sie mit Maennern Fussball  spielen. Fussball ist hier sehr beliebt.

Das wars erstmal von mir.
Ich hoffe es geht euch gut. Hab euch lieb.

eure Lisa

p.s: ich kann mit der Tastatur noch nicht besonders gut umgehen.

8.9.08 17:46, kommentieren

Werbung


erstes Lebenszeichen :)

Hallo ihr Lieben,

ich bin mit Verspaetung in Douala angekommen, Flug war aber gut. Wir haben dann die Nacht in
einem katholischen Haus verbracht und sind am naechsten Morgen nach
Nkongsamba gefahren und haben bei der Klinik vorbeigeschaut. Die ist echt toll und funktioniert sehr gut.
Dann sind wir nach Ndoungue gefahren und haben den Direktor der Schule
 getroffen. Er ist sehr nett, ich war aber ziemlich geschockt, weil sowohl
die Schule, als auch das Haus in dem ich wohnen werde sehr heruntergekommen sind. Fuer kakerunische Standards
ist es wohl gut, aber ich werde mich sehr daran gewoehnen muessen. Da waren meine Erwartungen
zu hoch.
Heute habe war ich in der Klinik und habe fuer das Haus Sachen eingekaut,
die ich zum leben brauche: Toepfe, Kochplatte, Loeffel, Regenschirm usw...Hier ist es ziemlich billig,
aber man muss aufpassen,dass man nicht zu viel zahlt, weil man weiss ist.
Ich wohne zur Zeit bei Elisqbeth, das Haus ist sehr schoen und werde naechste Woche nach Ndoungue ziehen.
Dort gibt es kein Internetcafe; dehalb muss ich nach Nkongsamba fahren.

Der Unterricht beginnt am 15.9 und ich soll hauptsaechlich Computerunterricht geben.
Das wird nicht so witzig,weil mein Franzoesisch nicht gut ist. Naja, ich muss mich durchschlagen.

Wetter ist heiss und etwas schwuel. Ich frage mich wie es in der Trockenzeit werden soll.Bis November ist naemlich noch Regenzeit.

Heute habe ich eine deutsche Praktikantin aus Deutschland getroffen, die
noch fuer einen Monat bleibt. Sie scheint sehr nett zu sein und wohnt in Nkongsamba.
Vielleicht unternehme ich etwas mit ihr am we.

Habe jetzt auch eine Handynummer: 77 24 57 33. Man muss glaube ich von D.
aus noch die Vorwahl von Kamerun benutzen.

Die Gegend ist sehr tropisch. Es gibt hier viel Wald drumherum.


Das wars erstmal von mir. Ich versuche mich bald wieder zu melden,


viele Gruesse, hegdl

Lisa

3 Kommentare 4.9.08 17:50, kommentieren

Hallo zusammen

schön, dass ihr meine Seite gefunden habt. Ich werde versuchen während meiner Zeit in Kamerun möglichst viele Nachrichten zu posten und euch auf dem Laufenden zu halten...aber ich weiß nicht, ob ich so oft ins Internet komme.

Ich werde am 2.9.08 für 11-12 Monate nach Kamerun fliegen und einen "enticklungspolitischen Freiwilligendienst" = wie ein FSJ absolvieren. Arbeiten und wohnen werde ich an einer Internatsschule: Collège Protestant Polyvalent de Ndoungue. Ndoungue heißt der Ort, der ca.100 Km von Douala-der Wirtschaftsmetropole Kameruns und ca. 400 Km von der Hauptstadt Yaoundé entfernt ist.

Die Schule hat einen technischen und einen allgemeinen Zweig, die beide zum Abitur führen. Der technische Zweig hat eine Abteilung für Landvermessung, Elektrizität usw... Das sind die ersten Infos.

Ich soll Deutsch-und Computerunterricht geben, werde aber hoffentlich erstmal "einfachere" Aufgabe bekommen, weil die Amts-und Unterrichtssprache Französisch ist und ich noch nicht fließend sprechen kann.

Wenn ich ankomme, werde ich für ein paar Tage bei meiner Bekannten Elisabeth (sie wohnt in Nkongsamba) wohnen und dann in meine Unterkunft nach Ndoungue ziehen und sie einrichten .

 

Ich versuche mich so schnell wie möglich zu melden!

 

Hab euch lieb und vermisse euch jetzt schon.

 

 

Hier ist die Adresse der Schule:

Collège Protestant Polyvalent de Ndoungue

BP 38, Nkongsamba Cameroun

 

 

 

29.8.08 13:45, kommentieren